Videomarketing – Das perfekte Briefing schreiben.

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Als Film- und Medienproduktion bekommen wir ganz unterschiedliche Anfragen von potentiellen Kunden. Teilweise gibt es in dem jeweiligen Unternehmen eine Marketing- oder PR-Abteilung, so dass sich hier schon jemand Gedanken über den Film gemacht hat. Aber teilweise sind auch Mitarbeiter damit beauftragt worden einen Film herstellen zu lassen, die sich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt haben. Hier kann es auf Grund von fehlender Vorerfahrung leicht zu Missverständnissen kommen.



Nehmen Sie sich Zeit, um Ihr Briefing zu schreiben.

Wir in jedem anderen Gewerk auch, gibt es zahlreiche Faktoren, die die Umsetzbarkeit einer Filmproduktion leichter oder schwieriger machen, günstiger oder teurer, schneller oder langwieriger.


Dazu zählen u.a.

· die Anzahl der Drehtage

· die Anzahl der Drehorte

· Grafikanimation oder Realdreh

· werden Schauspieler oder Mitarbeiter eingesetzt

und einiges mehr.


Seit geraumer Zeit arbeiten wir daher mit einem Briefing-Fragebogen. Ziel ist, dass potentielle Auftraggeber ein perfektes Briefing schreiben können. Das hilft uns dabei, das Produkt und das Ziel des Films perfekt zu verstehen. Denn nur wenn die Filmproduktion die Anforderung für den Imagefilm oder Produktfilm richtig versteht, kann ein passgenaues Angebot (und später Konzept) erstellt werden.


In diesem Beitrag möchte ich auf die wichtigsten Parameter eingehen, die wir als Filmproduktion benötigen, um Sie und Ihr Produkt zu verstehen – um ein gutes Angebot machen zu können, einen tollen gemeinsamen Dreh zu haben und am Ende alle beteiligten Parteien zufrieden zu stellen.



1. Was wird beworben?

Die wohl wichtigste Frage ist, was in Ihrem Imagefilm, Produktfilm oder Social Media Film beworben wird. Geht es um ein spezielles Produkt, das neu in Ihrem Sortiment ist, eine Dienstleistung, die Sie anbieten oder das Unternehmen an sich? Möchten Sie einfach mal „Danke“ sagen, dass Ihnen die Partner vertrauen, oder Ihr Unternehmen zielgerichtet für potentielle Auftraggeber interessant machen?

Zu verstehen was mit dem Film beworben wird, ist essentiell für die Filmproduktion, um auf Ihre Bedürfnisse eingehen zu können.


In unserem Imagefilm für die Universität Ulm war klar, dass die Vorzüge der Universität hervorgehoben werden sollten. Studierende sollten authentisch berichten, warum Sie gern hier studieren, um so potentielle neue Bewerber anzusprechen.



2. Ziel des Films?

Das Ziel des Films gibt die komplette Ausrichtung vor. Es ist also ein wesentlicher Bestandteil der Tonalität, Storyline und Machart. Ein Film kann viele unterschiedliche Ziele haben.

· Sie möchten bestehende Kunden über Neuigkeiten informieren

· Sie möchten Neukunden gewinnen und auf sich aufmerksam machen

· Sie möchten allgemein Öffentlichkeit wahrgenommen werden

· Sie möchten komplexe Prozesse anschaulich erklären

· Sie möchten ein Best Practice Film, um in Fachkreisen von sich zu überzeugen

· Sie möchten einen Recruiting Film, um Nachwuchs anzuwerben

Wenn Sie wissen, was Sie mit dem Film bezwecken möchten, sollten Sie uns das mitteilen. Daraufhin können wir die Beratung und Konzeption detailliert ausrichten.

Je nach Ziel des Films, sollten Inhalte mehr oder weniger komplex vermittelt werden, das Storytelling ausgefeilter sein oder die visuelle Bildsprache imposanter ausfallen.


Das Ziel unseres Produktfilms für die Firma DÜRR war unterhaltsam das neue Produkt einzuführen, den EcoPaintJet. Fachlicher Inhalt wurde in dem Film nicht kommuniziert, sondern über einen gesonderten Text vermittelt.




3. Zielgruppe des Films?

An wen möchten Sie sich mit dem Film richten? Wer soll den Film sehen und einen Eindruck von Ihrem Unternehmen bekommen? Das ist nicht unerheblich, weil auch das u.a. die Machart des Films beeinflussen kann.


Potentielle Zielgruppen für Ihren Film sind:

· Bestandskunden

· Neukunden

· Junge oder alte Zielgruppe

· Fachpublikum

· Eine bestehende Online Community

· Besucher einer Messe

Das Ziel und die Zielgruppe des Films sind maßgeblich für den Style und die Bildsprache des Films verantwortlich. Imagefilm ist nicht gleich Imagefilm. Holen Sie das Maximum raus, indem Sie ein gutes Briefing schreiben. So kann die Filmproduktion, der Regisseur oder Creative Director auf Ihre Bedürfnisse eingehen und eine kreative, witzige oder fachlich korrekte Lösung finden und anbieten.



4. Pflichtbestandteile

Manchmal werden Pflichtbestandteile erst im Prozess kommuniziert, weil Auftraggeber dies als selbstverständlich betrachtet haben. Das sorgt für Verwirrung auf Seite der Filmproduktion und ebenfalls für Irritation auf Kundenseite – eine klassische Fehlkommunikation.

Wenn Sie im Vorfeld bereits wissen, dass Sie beispielsweise eine animierte Darstellung Ihrer neuen Maschine einbinden möchten oder unbedingt am Standort in Musterstadt filmen möchten, teilen Sie das mit. So können diese Parameter im Angebot und der Konzeption berücksichtigt werden. Ist es in Ihrem Unternehmen nicht üblich Mitarbeiter bei der Arbeit zu filmen oder benötigen Sie eine spezielle Musik, teilen Sie dies mit.


Generell gilt: Je mehr Informationen Sie der Filmproduktion liefern, umso besser kann sich diese vorbereiten.



5. Welche Sprachversionen gibt es?

Vielleicht planen Sie einen Produktfilm und Mitarbeiter sollen zu Wort kommen. Aber haben Sie auch Partner und Kunden im nicht deutschsprachigen Ausland? Dann sind vermutlich verschiedene Sprachversionen notwendig. In der Regel kann dies schnell und kostengünstig über Untertitel gelöst werden. Sind diese einmal erstellt, können sie mit geringem Aufwand in jede beliebige Sprache adaptiert werden.


Falls Sie den Einsatz eines Off-Sprechers planen, wird dieser eventuell in mehreren Sprachversionen aufgenommen werden müssen. Teilen Sie dies der Filmproduktion gern schon zu Beginn im Briefing mit, damit diese Posten in der Kalkulation berücksichtigt werden können.


Tipp: Untertitel und Sprachversionen können auch nachträglich erstellt werden. Wenn Sie sich also unsicher sind, machen Sie einen Vermerk.


Laden Sie sich hier unseren kostenlosen Briefing-Fragebogen runter.


6. Gibt es Beispielfilme?

Bevor Sie zum Telefon greifen oder eine E-Mail an eine Filmproduktion schreiben, haben Sie sich sicher im Vorfeld ein bisschen informiert und mal bei der Konkurrenz geguckt was die so für Filme haben. Wenn nicht, dann tun Sie das unbedingt. Es ist immer gut zu wissen, welche Art von Film Sie gut finden und was für Sie nicht in Frage kommt. Suchen Sie ein paar Beispiele raus. Wichtig dabei ist, es können auch Beispielfilme sein, die thematisch abweichen, die Ihnen aber von der Storyline oder visuellen Machart gut gefallen. Teilen Sie Ihre Gedanken und holen Sie Ihre Filmproduktion ins Boot, um das Maximum herauszuholen und Missverständnisse zu vermeiden.



7. Termin für Fertigstellung?

Viele Ideen und große Herausforderungen sind gut, doch Zeit ist leider ein endlicher Faktor. Teilen Sie unbedingt mit, wann Sie den Film benötigen. Eine zu kurze Deadline kann unter Umständen eine Hürde darstellen, weil nicht alle Interviewpartner organisiert werden können oder die angestrebte Drehlocation in dieser Zeit nicht verfügbar ist. Sie können grob mit 2 – 4 Wochen Vorlauf rechnen, den Sie benötigen bevor die Dreharbeiten stattfinden. Dies reicht in den meisten Fällen aus, um alles zu organisieren.


Wir machen beispielsweise für jedes Projekt ein sogenanntes Timing, hier werden alle relevanten Termine festgehalten. Das bietet dem Auftraggeber eine gute Übersicht und der Filmproduktion Sicherheit, dass Fristen eingehalten werden.


Ein ganz einfaches Timing (Projektplan) kann so aussehen:

01.02.2022 Beginn mit der Arbeit an dem Konzept

14.02.2022 Konzept wird an den Kunden gesendet

18.02.2022 Kunde nimmt das Konzept ab

19.02.2022 Beginn mit der Organisation von Location und Casting

10.03.2022 Location und Casting wird vom Kunden abgenommen

15.03.2022 Dreharbeiten

17.03.2022 Beginn mit dem Schnitt

20.03.2022 Schnittversion 1 wird an den Kunden geschickt

22.03.2022 Kunde gibt Feedback auf Schnittversion 1

Bei dem Definieren eines Timings ist zu beachten, dass die Filmproduktion sich diese Zeitangaben verbindlich einträgt und für Sie freihält. Wenn Sie zu oft Termine nicht einhalten, erzeugt das bei der Filmproduktion ein Problem, da andere Projekte liegen bleiben müssen, um Sie zufrieden zu stellen. Stellen Sie also im Vorfeld sicher, dass Sie das Timing einhalten können.


Laden Sie sich hier unseren kostenlosen Briefing-Fragebogen runter.


8. Was kostet ein Imagefilm?

Es gibt Kunden, die Angst haben Ihr zur Verfügung stehendes Budget zu nennen, da sie befürchten die Filmproduktion berechnet zu viel. Diese Angst ist in den allermeisten Fällen unbegründet. Die Frage nach Ihrem Budget ist vor allem deshalb wichtig, um die Machbarkeit Ihres Vorhabens zu prüfen. Auch ist es für beide Seiten kein schönes Gefühl, wenn die zwischenmenschliche Sympathie stimmt, aber die Zahlen eine andere Sprache sprechen. Ein Beispiel aus dem Alltag: Sie gehen in den Supermarkt und brauchen Joghurt, Sie schauen auf den Preis und überlegen ob es Ihnen das Wert ist. Oder Sie bringen Ihr Auto zu einer KFZ Werkstatt, weil Sie gern neue Reifen hätten. Sofort bekommen Sie einen Preis.


Genauso ist es auch bei einer Filmproduktion wichtig, offen über das Budget zu sprechen. Sie haben eine Vorstellung was Sie möchten (Sie möchten einen Film) und einen Preis, den Sie bereit sind zu zahlen (Ihr Budget). Ob die Filmproduktion Ihre Vorstellung zu Ihrem Preis umsetzen kann, sollten Sie nicht dem Zufall überlassen.


Bei einem Filmdreh kann es durch unterschiedliche Parameter zu zusätzlichen Kosten kommen. Zum Beispiel wenn Sie nicht an den geplanten zwei Tagen drehen können, sondern die notwendigen Interviewpartner nur an vier unterschiedlichen Tagen verfügbar sind. Das hat zum Ergebnis, dass das Filmteam vier Tage berechnen muss.


Ein klassischer Kostentreiber sind auch Korrekturschleifen im Schnitt. Sammeln Sie das Feedback auf die Schnittversion 1 bei allen beteiligten Kollegen/Innen und Partnern, bevor Sie es der Filmproduktion schicken. Wenn Sie Feedback Stück für Stück an die Filmproduktion übermitteln, generieren Sie so zusätzlichen Aufwand. Generell sind Filmproduktionen hier kulant und berechnen nicht nach, aber es kann eine schlechte Stimmung erzeugen und – natürlich – auch die Kosten in die Höhe treiben, wenn statt den vereinbarten 4 Tagen Filmschnitt auf Grund Ihres verzögerten Feedback nun 8 Tage notwendig sind.


Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass sich geschriebene oder ausgesprochene Ideen meistens gut lesen, in der Filmrealität aber dann doch schwieriger umzusetzen sind, als Sie vielleicht denken.


Relevante Kosten für jede Filmproduktion sind:

· Vorbereitung (Konzept erstellung, Planung der Dreharbeiten, Casting…)

· Filmdreh, inkl. Team und Technik (Je aufwendiger der Dreh, desto größter das Team)

· Postproduktion: Schnitt, Grafik, Musik, Animation


Sie müssen keine konkrete Angabe machen, aber sprechen Sie in ungefähren Zahlen oder in einem Budgetrahmen. Wenn Sie wissen, dass Sie planmäßig zwischen 7500€ und 10.000€ zur Verfügung haben, dann geben Sie einen Budgetrahmen unter 10.000€ an. Ist Ihr Vorhaben komplexer, sagen Sie ob Sie 10.000€, 20.000€ oder 30.000€ zur Verfügung haben und geben Sie der Filmproduktion so die Möglichkeit die Machbarkeit zu prüfen.


Die Information über das Budget hilft der Filmproduktion, die mit diesen Mitteln machbaren Möglichkeiten perfekt auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem Artikel einen kleinen Einblick geben, welche Parameter wichtig sind, um ein gutes Briefing für eine Filmproduktion zu schreiben, wenn Sie planen im Bereich Videomarketing aktiv zu werden. Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie mich gern.




HAWKINS & CROSS Media GmbH
Filmproduktion | Videomarketing | Branded Content

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Hawkins & Cross ist eine Filmproduktion in Stuttgart. Wir produzieren Videomarketing wie Imagefilme, Eventfilme, Werbespots und mehr.

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